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  Wednesday, 11 December 2019
 
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10 anfängertaugliche Instrumente und gute Tipps fürs Musizieren, 3. Teil

10 anfängertaugliche Instrumente und gute Tipps fürs Musizieren, 3. Teil

 

Auch wenn der Musikgeschmack unterschiedlich ist und sich im Laufe des Lebens immer mal wieder ändert, kennt die Musik als solches keine Altersgrenzen. Das wiederum gilt sowohl fürs Musikhören als auch fürs Musizieren. Folglich ist auch das Lernen eines Musikinstruments keineswegs auf die jungen Jahre beschränkt.

Nur ist es für einen Anfänger gar nicht so einfach, sich für ein Instrument zu entscheiden. Denn hier kommen viele verschiedene Faktoren zusammen. Das Budget und die Wohnsituation spielen zum Beispiel genauso eine Rolle wie die Frage, ob sich der Einsteiger das Spielen selbst beibringen will. Auch die Art von Musik, die der Anfänger machen möchte, ist nicht unwichtig. Immerhin passt nicht jedes Instrument unbedingt zu jedem Genre.

Um die Auswahl ein bisschen zu erleichtern, haben wir einen dreiteiligen Ratgeber erstellt. Los ging’s mit Hinweisen und Tipps fürs Musizieren als Einsteiger. Im 2. Teil haben wir mit der Blockflöte, der Mundharmonika, der Gitarre, dem Keyboard und dem Schlagzeug die ersten fünf anfängertauglichen Instrumente vorgestellt. Nun geht es mit den nächsten Instrumenten weiter, die sich ebenfalls gut für Einsteiger eignen und dabei teilweise auch etwas ausgefallener sind. 

 

6. Die Ukulele

Die Ukulele ist ein Zupfinstrument, das aussieht wie eine kleine Gitarre. Es gibt sie mit vier, sechs und acht Saiten. Meist ist eine Ukulele aus Holz gefertigt und je nach Stimmlage kann das Instrument unterschiedliche Stimmungen erzeugen. Die Ukulele passt besonders gut zu Folk-Musik, aber auch im Pop- und Rock-Bereich kommt sie oft zum Einsatz.

Die Schreibweise ähnelt der Gitarre. So werden bei der Ukulele die Akkorde ebenfalls über dem Songtext notiert. Das kleine Format des Musikinstruments macht den Transport sehr einfach. Zudem ist es nicht allzu schwer, das Spielen der Ukulele zu lernen. Bis zur Gitarre oder umgekehrt von der Gitarre zur Ukulele ist es dann nur noch ein kleiner Schritt.

 

7. Die Cajon Drum

Die Wurzeln der Cajon Drum liegen in Südamerika. Sklaven bauten die einfache Trommel und spielten darauf, um ihre Musik mit klangvollen Rhythmen zu begleiten. Die Cajon Drum wird auch Trommel zum Draufsitzen genannt, denn die Trommel besteht aus einer rechteckigen Box, die mit Fell oder Folie bespannt ist. Beim Spielen sitzt der Musiker auf der Box und trommelt auf die Seiten.

Als Einsteigerinstrument ist die Cajon Drum deshalb gut geeignet, weil das Spielen schnell und leicht zu erlernen ist. Die Grundbegriffe und die grundlegenden Rhythmen kann sich der Anfänger ruckzuck selbst beibringen. Außerdem muss er keine Noten lesen können. Lediglich ein bisschen Taktgefühl sollte er mitbringen.

Ein weiteres Argument, das für die Cajon Drum spricht, ist der geringe Anschaffungspreis. Einfache Instrumente gibt es schon für unter 20 Euro, für eine hochwertige Holztrommel sollte der Einsteiger ab etwa 50 Euro rechnen. Ist er handwerklich geschickt, kann er sich aber auch einen Bausatz besorgen oder seine Cajon Drum sogar komplett selbst bauen.

 

8. Die Trompete

Wie die Posaune, die Tuba und Hörner gehört auch die Trompete zu den Blechblasinstrumenten. In der Anschaffung ist eine Trompete zwar nicht ganz billig. Zwischen 300 und 500 Euro sollte der Einsteiger für ein solides Instrument schon einplanen. Optimal ist, wenn er jemanden kennt, der ihn beraten und die Trompete einmal kurz Probe spielen kann.

Dafür ist die Trompete aber ein echter Allrounder. Sie ist in der Volksmusik genauso zu Hause wie im Jazz, im Rock oder in der Klassik. Nur sollte der Einsteiger seine Nachbarn vorwarnen, wenn er sich für dieses Instrument entscheidet. Denn die Trompete kann sehr laut sein.

Das Erlernen der Trompete ist nicht besonders schwer. Bis der Einsteiger richtig gut spielen kann, wird er aber ordentlich üben müssen. Denn es gilt nicht nur, das Instrument als solches zu lernen, die richtigen Ventile zu drücken und in der Melodie zu bleiben. Vielmehr muss sich der Anfänger auch die richtige Atemtechnik aneignen. Es genügt nämlich nicht, mit aller Kraft in das Instrument zu blasen. Entscheidend ist stattdessen, den Luftdruck kontrolliert bereitzustellen.

 

9. Die Bassgitarre

Ein böser Spruch in der Musikszene besagt, dass derjenige, der eigentlich nichts kann, in der Band eben die Bassgitarre spielt. Doch das ist so natürlich nicht richtig! Denn auch das Spielen der Bassgitarre erfordert Übung. Außerdem ist gerade bei Live-Auftritten eine Bassgitarre unverzichtbar. Und es gibt genug Songs, die erst durch die Bass-Riffs unverkennbar werden.

Trotzdem ist die Bassgitarre ein absolut anfängertaugliches Instrument. Denn das Erlernen ist leichter als bei einer klassischen Gitarre. Das liegt vor allem daran, dass die Finger weit weniger beansprucht werden. Die Bassgitarre lässt sich gut transportieren und der Einsteiger muss nicht zwingend Noten lesen können. Mit der notwendigen Disziplin kann er sich das Spielen selbst beibringen.

 

10. Das Didgeridoo

Das traditionelle Blasinstrument der australischen Ureinwohner ist vor allem für Erwachsene ein sehr spannendes Musikinstrument. Denn hier geht es nicht nur darum, zu musizieren. Vielmehr können beim Spielen verschiedene Dinge geübt werden.

Damit aus dem Blasinstrument Töne herauskommen, sind spezielle Techniken gefragt, die unter anderem die Zunge, die Stimmmuskeln, die Wangen, den Hals und die Bauchmuskulatur fordern. Außerdem wird eine besondere Atemtechnik eingesetzt, bei der durch die Nase eingeamtet und gleichzeitig durch den Mund ausgeatmet wird. Dazu kommt dann noch die Koordinierung von Atmung, Rhythmus und Timing.

Bis der Einsteiger das Didgeridoo sicher beherrscht, werden bestimmt einige Übungsstunden ins Land gehen. Aber dafür kann er dann ein Instrument spielen, das längst nicht jeder draufhat. Und gerade wenn im fortgeschrittenen Alter die Atmung und die Muskulatur Probleme machen, ist das Erlernen des Didgeridoos eine tolle Alternative zu klassischen Therapien.

 

Durchhalten!

Jedes Musikinstrument hat seine Vorteile und seine Minuspunkte. Und es gibt kein Instrument, das ohne Übung auskommt. Welches Instrument die beste Wahl ist, hängt immer von den persönlichen Voraussetzungen und dem individuellen Geschmack ab.

Mit einem Instrument wie der Mundharmonika oder der Blockflöte kann der Einsteiger sicher nichts falsch machen. Vielleicht hat er aber auch die Möglichkeit, in der örtlichen Musikschule eine Schnupperstunde zu besuchen. Dort lernt er dann verschiedene Instrumente kennen und kann sie unverbindlich ausprobieren.


Letztlich zählt aber, dass der Anfänger nicht aufgibt. Manchmal lassen die Fortschritte einfach auf sich warten. Doch wenn der Einsteiger am Ball bleibt und sich auch von blöden Kommentaren nicht verunsichern lässt, wird er sein Ziel erreichen. Und spätestens wenn er sein erstes Konzert spielt, sind auch die größten Skeptiker ganz schnell ruhig.

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