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Infos zu Musik in der Medizin Infos zu Musik in der Medizin Vermutlich jeder hat selbst schon erlebt, dass Musik nicht nur für eine schöne Klangkulisse sorgt, sondern auch eine heilsame Wirkung haben kann. So gibt es Songs, die einfach gute Laune machen. Andere Musikstücke verleiten zum Mitsingen und zum Mittanzen. Wieder andere Musikstücke helfen dabei, sich zu entspannen und abzuschalten.    Ganzen Artikel...

Musikhochschulen in Deutschland Musikhochschulen in Deutschland Bei einer Musikhochschule, die auch als Hochschule für Musik oder Konservatorium bezeichnet wird, handelt es sich um ein Lehrinstitut für die Berufsausbildung im Bereich Musik. Meist haben Musikhochschulen und Konservatorien in Deutschland den Status einer Kunsthochschule. Mit dem Conservatorium der Musik, der heutigen Hochschule für Musik und Theater “Felix Mendelssohn Bartholdy” Leipzig, wurde 1843 die heute älteste Musikhochschule in Deutschland gegründet. Die 1869 gegründete Königliche Hochschule für Musik in Berlin wiederum war die erste Musikhochschule, die den Titel Hochschule führte.   Ganzen Artikel...

Dürfen Konzertkarten weiterverkauft werden? Dürfen Konzertkarten weiterverkauft werden? Eine Erkrankung, eine unvermeidbare Sonderschicht im Betrieb oder ein anderer unerwarteter Zwischenfall: Leider lässt es sich nie ganz ausschließen, dass ein lange geplanter Konzertbesuch doch ausfallen muss. In einer solchen Situation stellt sich so mancher Kartenbesitzer die Frage, ob er die Konzertkarten nicht wenigstens weiterverkaufen kann. Schließlich muss es ja nicht sein, dass zu der Enttäuschung auch noch rausgeschmissenes Geld dazukommt.    Ganzen Artikel...

Uebersicht der beliebtesten Musicals Übersicht der beliebtesten Musicals Musical ist eine Mischung aus Show, Musik und Tanz, die ihre Ursprünge etwa im 19. Jahrhundert in New York und London findet. Oft wird in diesem Zusammenhang The Black Crook, das 1866 produziert wurde, als erstes Musical überhaupt angesehen. Ein wichtigen Einfluss auf die Entwicklung des Musicals nahm der Broadway, wo seit Ende des Ersten Weltkrieges regelmäßig Bühnenprogramme gespielt wurden, die verschiedene Nationalitäten und Kulturen miteinander verbanden.  Ganzen Artikel...



Die weltweit bekanntesten Opernhäuser Liste: die weltweit bekanntesten Opernhäuser  Die Oper gilt als ein Gesamtkunstwerk: Musik, Gesang, Tanz und Schauspiel verschmelzen zu einer Einheit, während prächtige Kostüme, phantasievolle Bühnenbilder und darauf abgestimmte Lichteffekte die erzählte Geschichte in Szene setzen.  Zudem genießt die Oper einen sehr hohen Stellenwert in der Gesellschaft. Für den Adel, wohlhabende Bürger und Staatsmänner war die Oper seit jeher ein Symbol für Bildung und für eine weltoffene Gesinnung. Bis heute gilt die Oper als edel, luxuriös, anspruchsvoll und als etwas Besonderes.    Ganzen Artikel...

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Wie Sprache den Sinn für Musik beeinflusst

Wie Sprache den Sinn für Musik beeinflusst

 

Während es manche Menschen nicht einmal schaffen, im Takt zu klatschen, haben andere Leute ein sehr gutes Rhythmusgefühl. Einige haben ein feines Gehör für Tonhöhen und Melodien, andere treffen keinen einzigen Ton. Wir haben sicher alle schon selbst erlebt, wie unterschiedlich das Gespür für Musik ausgeprägt sein kann. Doch warum sind manche Menschen musikalisch und andere nicht? Welche Faktoren haben Einfluss auf unser Gefühl für Rhythmen und Melodien?

 

Frühe Prägung und die Gene

Unser Sinn für Musik ist biologisch tief verwurzelt. So haben schon unsere Urahnen bei Ritualen, Festen oder auch alltäglichen Arbeiten getrommelt und gesungen. Die ältesten bekannten Musikinstrumente sind mehrere zehntausend Jahre alt. Doch das musikalische Erbe reicht vermutlich noch sehr viel weiter zurück. Denn unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen, können sich ebenfalls für Musik begeistern. Dabei haben sie einen sehr klaren Musikgeschmack. Westliche Musik lässt sie nämlich kalt oder schreckt sie sogar ab, während die Menschenaffen bei den lebhaften und abwechslungsreichen Rhythmen aus Afrika und Indien gebannt lauschen.

Was aber beeinflusst und prägt unseren Musikgeschmack und unser musikalisches Können? Es scheint festzustehen, dass wir den ersten Kontakt mit Musik bereits im Mutterleib haben. Schon ab der 16. Woche reagiert das ungeborene Kind auf die Geräusche in seiner Umgebung. Das gilt für die Stimme der Mutter genauso wie für Musik. Ultraschallaufnahmen zeigen, dass sich das Ungeborene stärker bewegt und den Mund öffnet, wenn Musik ertönt.

Neurowissenschaftler haben herausgefunden, dass uns Musik gewissermaßen in den Genen steckt. Jeder Mensch kommt mit einem angeborenen Gespür für Musik auf die Welt. Dieser Sinn für Musik bewirkt, dass wir Melodien erkennen und bestimmte Harmonien als angenehm wahrnehmen. Gleichzeitig liefert das Musikgespür die Erklärung dafür, dass Musik weltweit auf ganz ähnlichen Grundprinzipien basiert, obwohl die kulturellen Unterschiede groß sind.

Auch unser Rhythmusgefühl ist von den Genen beeinflusst. Wissenschaftler haben vor Kurzem 69 Genvarianten identifiziert, die Einfluss darauf haben, wie gut jemand einen Rhythmus halten oder im Takt klatschen kann. Wie sehr wir die angeborenen Fähigkeiten nutzen und ausbauen, hängt aber von uns selbst und unserem Umfeld ab. Wer von Kindesbeinen an viel Musik hört, es gewohnt ist, gemeinsam in der Familie zu singen, oder sogar ein Instrument lernt, schärft sein Gespür für Musik und erweitert sein musikalisches Können.

 

Sprache und Musik

Es gibt aber noch einen weiteren Faktor, der in diesem Zusammenhang lange Zeit wenig beachtet wurde: die Muttersprache. Je nachdem, mit welcher Sprache wir groß werden, kann sie unseren Sinn für Tonhöhen, Rhythmen und Melodien ebenfalls prägen. Dabei hören wir jeden Tag, was Sprache mit Musik zu tun hat. Schließlich kann derselbe Satz je nach Satzmelodie und Betonung eine Frage, eine Aussage oder eine Aufforderung ausdrücken. Dehnen wir genervt oder ironisch ein Wort sehr lang aus, transportiert das die Botschaft ebenfalls ziemlich klar.

In den sogenannten tonalen Sprachen, zu denen das Chinesische, andere asiatische und auch afrikanische Sprachen gehören, verändert ein Wort sogar seine Bedeutung, wenn es hoch, tief, mit aufsteigender oder mit absteigender Tonhöhe ausgesprochen wird. Das Wort „ma“ kann im chinesischen Mandarin zum Beispiel je nach Wortmelodie Mutter oder Pferd bedeuten.

Aus Studien ist bekannt, dass Kinder die typischen Merkmale und Melodien ihrer Muttersprache schon im Mutterleib wahrnehmen und verinnerlichen. Zum Ausdruck kommt das gleich beim Schreien. Denn bereits die Schreie von Säuglingen spiegeln typische Muster der Muttersprache wider.

 

Wie Sprache den Sinn für Musik beeinflusst

Damit stellt sich die Frage, welchen Einfluss die Sprache auf das musikalische Gespür hat. Kann die Art der Muttersprache beeinflussen, wie gut wir Töne, Melodien und Rhythmen erkennen? Genau diese Frage haben Wissenschaftler der Columbia University in New York kürzlich untersucht. Für die Studie überprüften die Wissenschaftler die musikalischen Fähigkeiten von rund 500.000 freiwilligen Teilnehmern mit 54 verschiedenen tonalen und nicht-tonalen Muttersprachen in einem Online-Test. Der Test umfasste drei Höraufgaben. Darin sollten die Teilnehmer erkennen, ob zwei Melodien, die sehr ähnlich waren, gleich sind oder sich unterscheiden, ob ein Rhythmus im Takt zum Lied ist und ob eine Stimme in der richtigen Tonhöhe mitsingt.

Dabei zeigte sich, dass die musikalischen Stärken bei Menschen mit tonaler und nicht-tonaler Muttersprache unterschiedlich ausgeprägt sind. Die Testteilnehmer mit einer tonalen Muttersprache haben im Durchschnitt ein besseres melodisches Gehör. Sie können besser zwischen ähnlichen Melodien unterscheiden, weil ihr Gehirn von frühester Kindheit an darauf trainiert ist, subtile Verläufe in den Tonhöhen stärker wahrzunehmen. Den Testteilnehmern mit nicht-tonalen Muttersprachen wie Deutsch oder Englisch hingegen fiel es leichter, Rhythmen zu verfolgen und selbst kleine Abweichungen vom Takt zu erkennen.


Doch das bedeutet natürlich nicht, dass alle nicht-tonalen Muttersprachler super mit Rhythmen und Takten zurechtkommen, während tonale Muttersprachler ein perfektes Gehör für Melodien haben. Die Untersuchung zeigt lediglich einen Durchschnitt auf. Natürlich gibt es also zum Beispiel deutsche und englische Muttersprachler, die überhaupt nicht im Takt klatschen können oder ein sehr feines Gehör für Melodien haben.

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